A 100: Ersatzneubau der Westendbrücke

Berlins Infrastruktur fit für die Zukunft machen.

Westendbrücke erhält zusätzliche Sicherung

Die Westendbrücke erhält zusätzliche Stahlkonstruktionen.
Die Westendbrücke erhält zusätzliche Stahlkonstruktionen.

Unter der Westendbrücke auf der A 100 werden voraussichtlich ab 17. November 2017 Stahlträger angebracht, die das Bauwerk statisch sichern sollen. „Derzeit gibt es keine Anzeichen für einen weiteren Schädigungsfortschritt der Westendbrücke. Eine Gefahr für Verkehrsteilnehmer besteht ausdrücklich nicht. Dennoch sind diese Maßnahmen notwendig, bis ein Ersatzneubau steht. Denn die Brücke ist nicht sanierungsfähig“, sagt DEGES-Bereichsleiter Andreas Irngartinger. Damit werden bereits bestehende verkehrliche Maßnahmen auf der Brücke zusätzlich durch Sicherheitsmaßnahmen unter der Brücke ergänzt.

Die Arbeiten sind geplant an den beiden Wochenenden 17. bis 20.11. und 24. bis 27.11. sowie vom 5. bis 6.12. und 15. bis 18.12. Während der Bauphase müssen die unter der Westendbrücke verlaufenden Gleise der Deutschen Bahn gesperrt werden. Betroffen ist der Fern- und S-Bahnverkehr.

Das 243 Meter lange und 1963 errichtete Bauwerk liegt auf der A 100 in nördlicher Fahrtrichtung zwischen der Kaiserdammbrücke und der Spandauer-Damm-Brücke. Das Spannbeton-Bauwerk mit großer Stützweite gehört zu den älteren Großbrücken der Baujahre 1950 bis 1980, die unter besonderer Beobachtung stehen. Die Brücke ist dem Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen und muss seit vielen Jahren eine deutlich höhere Last aushalten, als ursprünglich bei ihrer Entwicklung geplant wurde. Diesem Umstand ist es geschuldet, dass die Lebensdauer der Westendbrücke erreicht ist. Ein Ersatzneubau ist in Planung. Damit wurde die DEGES von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz beauftragt. Die ersten Bauarbeiten dazu werden frühestens 2020 beginnen.

Bis dahin soll das Sicherheitsniveau der Brücke mit zusätzlichen Stahlkonstruktionen im Bereich der vorhandenen Brückenpfeiler erhöht werden. Diese insgesamt sieben Konstruktionen (drei in gleisnahen Bereichen, vier außerhalb der gleisnahen Bereiche) werden gemeinsam mit Messeinrichtungen angebracht. „Damit können wir jede Bewegung des Bauwerks kontrollieren“, sagt DEGES-Projektleiter Wolfgang Pilz.

Bereits im Vorfeld wurden durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Sicherheitsmaßnahmen auf der Westendbrücke getroffen. Dazu gehören u.a.: Fahrverbot für Schwertransporte, Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 km/h, Abstandsgebot für Lkw, Busse und Pkw mit Anhängern sowie eine Fahrbahneinrückung hin zum linken Fahrbahnrand. Diese verkehrlichen Maßnahmen bleiben auch nach Einbau der Pfeiler bestehen, bis ein Ersatzneubau die bestehende Brücke ersetzt.

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