Fahrbahnsanierung und Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke
auf der Autobahn A 100

Berlins Infrastruktur fit für die Zukunft machen.

Pressemitteilung Rudolf-Wissell-Brücke: Innovatives Verfahren ermöglicht Bauzeit während der Sommerferien

Berlin, 6. Juli 2017
Auf dem drittmeistbefahrenen Autobahnabschnitt Deutschlands, der Rudolf-Wissell-Brücke (RWB) auf der A 100, wird es ab dem 12. Juli eng. Dann beginnen die Bauvorbereitungen für die Fahrbahnsanierung, die während der Sommerferien durchgeführt wird – zunächst in Fahrtrichtung Nord. Die Fahrbahn in Richtung Süd wird in den Sommerferien 2018 saniert. Während der Bauphase stehen für beide Fahrtrichtungen jeweils zwei Fahrspuren zur Verfügung. Um die Arbeiten an einer der Lebensadern des Berliner Verkehrsnetzes zu beschleunigen, wendet die DEGES, die mit dem Projekt beauftragt wurde, das innovative HANV-Verfahren an. Es verringert die Bauzeit deutlich. In dieser Dimension ist das Verfahren in Deutschland noch nicht angewendet worden.

„Wir versuchen alles, damit der Verkehr auf der Rudolf-Wissell-Brücke auch während der Sanierungsarbeiten weitgehend störungsfrei fließt. Die Berlinerinnen und Berliner müssen sich aber dennoch auf Staus oder zähen Verkehr einstellen“, sagt DEGES-Bereichsleiter Andreas Irngartinger. Schon mit der Einrichtung der Baustelle wird der Verkehr auf dem längsten Brückenbauwerk Berlins eingeschränkt. Ab dem 13. Juli stehen in Fahrtrichtung Süd nur noch zwei von drei Fahrspu- ren zur Verfügung. Ab dem 14. Juli gilt das auch in Fahrtrichtung Nord. Die von der DEGES beauftragten Baufirmen benötigen die Vorlaufzeit, um die Baumaßnahme innerhalb der sechswöchigen Sommerferien abschließen zu können.

Nach intensiven Gesprächen mit der Verkehrslenkung Berlin (VLB) und einer umfassenden Prüfung der Baumaßnahme wurde dem Wunsch der DEGES, bereits vor den Ferien mit den Vorbereitungen beginnen zu können, zugestimmt. „Der Zeitplan erlaubt es uns, mit dem Start der Ferien gleich in die Umsetzung der Fahrbahnsanierung gehen zu können, um dann pünktlich zum Ende der Sommerferien fertig zu sein“, sagt DEGES-Bereichsleiter Andreas Irngartinger.

Die Sanierung der Fahrbahn des mehr als 900 Meter langen Autobahnabschnitts innerhalb der Ferien ist nur möglich, weil die DEGES das innovative HANV-Verfahren (Hohlraumreiches Asphaltgerüst mit nachträglicher Verfüllung) einsetzt. „Dabei wird die Fahrbahn nicht auf herkömmliche Art abgedichtet. Es wird vielmehr eine grobporige Asphaltschicht aufgetragen, die anschließend mit speziellem Kunststoff verfüllt wird. Das Verfahren verringert die Bauzeit deutlich“, sagt DEGES-Projektleiter Wolfgang Pilz. Es sorgt außerdem dafür, dass die Fahrbahn noch stabiler wird, und wird nur auf der von Lkw stark frequentierten rechten und etwa einer Hälfte der mittleren Fahrspur angewendet. Auf der linken Fahrspur und der zweiten Hälfte der mittleren Fahrspur wird lediglich die Deckschicht saniert. Die Kosten für die Fahrbahnsanierung in den Bauphasen 2017/18 liegen bei rund sieben Millionen Euro, die vom Bundesverkehrsministerium aufgewendet werden.

Die Arbeiten auf der Rudolf-Wissell-Brücke sind abgestimmt auf die Baumaßnahmen an der Halenseebrücke. In Fahrtrichtung Süd ist die Überleitung von der A 100 auf die Avus ab dem 24. Juli bis zum 3. September gesperrt. Damit der Verkehr sich nach dem Engpass auf der Rudolf-Wissell-Brücke nicht auch vor dem Dreieck Funkturm staut, stehen zwischen den Autobahndreiecken Charlottenburg und Funkturm in Fahrtrichtung Nord nur zwei Fahrspuren zur Verfügung. Die Autobahnauffahrten Spandauer Damm (Fahrtrichtung Nord) und Siemensdamm (Fahrtrichtung Süd) bleiben für die Dauer der Baumaßnahmen auf der Rudolf-Wissell-Brücke gesperrt. Die Sanierung der RWB ist eine von drei Sommerbaustellen, die die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz auf den Berliner Autobahnen durchführt. Mehr Informationen unter https://www.berlin.de/sen/uvk/

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