Innovatives HANV-Verfahren auf der Rudolf-Wissell-Brücke

Bauarbeiter wenden das innovative HANV-Verfahren auf der Rudolf-Wissell-Brücke an

Berlin, 3. August 2017

Fast 24 Stunden am Stück wurde die Fahrbahn der Rudolf-Wissell-Brücke mithilfe des innovativen HANV-Verfahrens (Hohlraumreiches Asphaltgerüst mit nachträglicher Verfüllung) saniert. Dieses wurde auf Berlins längstem Straßenbauwerk zum ersten Mal in dieser Dimension – auf einer Fläche von rund 4.500 qm – eingesetzt und ermöglicht die Sanierung der kompletten Richtungsfahrbahn in den Sommerferien.

Das Verfahren ist besonders witterungsempfindlich, weil nach Ausbringen des Asphalttraggerüsts (erster Arbeitsgang) Niederschläge den ggf. noch unverfüllten Luftporenraum tränken und den Einbau des Epoxidmaterials (zweiter Arbeitsgang) beeinträchtigen können. Aufgrund der aktuellen Wetterlage hatte die für den Bau zuständige Arbeitsgemeinschaft (Bau-ARGE) sehr genaue Wetterprognosen eingeholt und die niederschlagsfreien Zeiten bestmöglich ausgenutzt. Es wurde im 24h-Betrieb gearbeitet und die beiden Arbeitsschritte des HANV-Verfahrens wurden kurz hintereinander getaktet. „Wir haben sehr erfolgreiche Stunden hinter uns. Bis auf ein paar Tropfen blieb auch alles trocken. Das lief wunderbar aus unserer Sicht“, sagt DEGES-Bereichsleiter Andreas Irngartinger.

 

Anschließend erhielt die neue Fahrbahn noch eine Asphaltdeckschicht. Verlaufen die Arbeiten wie geplant, kann Anfang kommender Woche neu markiert und bis Mitte der Woche die auf der nördlichen Fahrbahn verbliebene Fahrspur nach außen verlegt werden. Auch diese neuerlichen Markierungsarbeiten sind witterungsabhängig. Dann wird die zweite Hälfte der Fahrbahn abgefräst und erhält eine neue Asphaltschicht. Da die linke Seite der Fahrbahn weniger geschädigt ist, muss der Fahrbahnbelag nicht komplett abgefräst werden, und es ist keine neue Abdichtung erforderlich.

In den Sommerferien 2018 wird die Richtungsfahrbahn Süd auf der Rudolf-Wissell-Brücke saniert.

 

Die Fahrbahn nach dem HANV-Verfahren
Die Fahrbahn nach dem HANV-Verfahren

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